Fördern
Individuelle Förderung Kooperatives Lernen MedienkonzeptFordern
Bläserklasse Ergänzungsunterricht Jugend debattiert Neigungsdifferenzierung SchülerfirmaFormen
Beratung Berufs- und Lebensplanung Streitschlichtung Schulsanitätsdienst Schule ohne Rassismus Trainingsraum Umwelterziehung Zweiter SchulanfangJugend debattiert
Was ist "Jugend debattiert" überhaupt?
"Jugend debattiert" ist ein Projekt an weiterführenden Schulen ab Klasse 8 zur sprachlich-politischen Bildung. Das Projekt wird gefördert von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert-Bosch-Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz-Nixdorf-Stiftung. Der Bundespräsident sowie die Kultusministerkonferenz der Länder unterstützen das Projekt nachdrücklich.
Nach welchen Regeln funktioniert "Jugend debattiert"?
Bei einer Debatte gibt es zuerst eine "Entscheidungsfrage" oder "Streitfrage", die man nur mit "Ja" oder "Nein" beantworten kann. Immer zwei Redner debattieren dafür (pro) und zwei dagegen (contra). Die Streitfrage betrifft ein aktuelles gesellschaftliches Thema, bei dem die Antwort nicht eindeutig feststeht. Bei der Debatte geht es in erster Linie nicht darum, eine gemeinsame Antwort zu finden, sondern die eigene Meinung überzeugend zu begründen. In der Eröffnungsrede beginnt ein Pro-Redner, der kurz erläutert, wie er die Frage versteht. Er nennt drei wichtige Argumente, warum er dafür ist, nennt Beispiele und wiederholt seine Position. Der letzte Satz wird auch "Zielsatz" genannt. Es folgt der Contra-Redner im gleichen Verfahren, dann wieder ein Pro- und zuletzt ein Contra-Redner. Die Eröffnungsrede dauert pro Person höchstens zwei Minuten, in der man ohne Unterbrechung reden kann. In der freien Aussprache kann jeder Debattant weiter auf Argument beider Seiten eingehen, darauf aufbauen oder diese entkräften. Es wird natürlich darauf geachtet, dass jeder aussprechen darf und keiner dazwischen redet. Die "frei Aussprache" dauert ungefähr 12 Minuten. Als Letztes folgt dann die Schlussrede. Entsprechend dem Beginn wird die Reihenfolge der Debattanten eingehalten. Jetzt darf nur noch das wichtigste Argument erwähnt und erläutert werden, was dazu führt, dass man seine Meinung behalten oder geändert hat. Dann folgt wieder der Zielsatz. Ein Schlussrede dauert höchstens eine Minute.
Was gibt es zu Jugend debattiert 2011 zu berichten?
Zunächst die wichtigste Information: Carina Scheld (Klasse 10 d) hat am Montag, 04.04.2011 beim Landesfinale "Jugend debattiert" den 3. Platz belegt. Zum Thema "Soll Internet-Piraterie mit Internetsperren bestraft werden?" tauschte Carina im Düsseldorfer Landtag überzeugende Argumente mit den anderen Finalisten vor großem Publikum aus. Die Debatte wies ein sehr hohes Niveau auf und Ministerin Sylvia Löhrmann lobte zum Schluss die rhetorischen Fähigkeiten des Schülers und der Schülerinnen. Wir sind stolz auf Carina, die als erste Realschülerin innerhalb des Regionalverbundes Arnsberg den Sprung ins Landesfinale NRW geschafft hat. Herzlichen Glückwunsch!
Über Ihre Erfahrungen beim Regionalwettbewerb "Jugend debattiert" berichtet Carina Scheld: "Auch in diesem Jahr traten zwei Schüler der ADR im Regionalwettbewerb gegen die Schüler anderer Schulen an. Debattiert wurde in der Sekundarstufe I zu den Themen "Sollen regelmäßige Erste-Hilfe-Kurse an den Schulen ab Klasse 8 verpflichtend sein?" und "Soll die private Haltung gefährlicher Wildtiere verboten werden?".
Laura Sander (10B) und Carina Scheld (10D) hatten sich nach einem dreitägigen Vorbereitungsseminar und dem anschließenden Schulwettbewerb für die Teilnahme qualifiziert. Am Anfang war die Aufregung groß, da keiner wusste, was uns in den Debatten erwartete. Aber diese Aufregung legte sich schnell. Wir konnten gut an die Argumente unserer Mitdebattanten anknüpfen und auch unsere eigene Meinung stark vertreten. Als nach einer langen Wartezeit endlich die Entscheidung der Jury bekannt gegeben wurde, war die Freude auf unserer Seite groß, denn tatsächlich hatte es eine Schülerin der ADR in das Finale geschafft.
Knapp eine Woche später fuhren wir dann zum Regionalfinale nach Dortmund. Dieses Mal wurde das Thema "Soll an deutschen Schulen außerhalb des Sprachunterrichts nur Deutsch gesprochen werden?" diskutiert. Und auch dieses Mal konnten wir die Jury mit guten Argumenten und einer sorgfältigen Recherche überzeugen und belegten den ersten Platz des Bezirks Arnsberg. Bevor wir mit Spannung dem Landeswettbewerb in Oberhausen entgegensehen, wartet auf die Regionalsieger noch ein dreitägiges Vorbereitungsseminar in Soest. Neben dem Spaß, den der Wettbewerb allen Beteiligten gemacht hat, waren wir uns auch darüber einig, dass man durch regelmäßiges Debattieren auch für die Zukunft viel lernen kann."
Herkunftshinweis: Die ersten vier Bilder wurden der Internetseite von "Jugend debattiert" entnommen. Alle anderen Bilder sind Eigentum der Albrecht-Dürer-Realschule.









